Keyword-Recherche: Wie Sie die richtigen Keywords finden

Um in den Suchmaschinen wie Google möglichst hoch eingestuft zu werden, ist es wichtig den Inhalt an ein bestimmtes Keyword auszurichten. Dies betrifft nicht nur die Startseite, sondern alle Webseiten (Einzelseiten). Jeglicher Content sollte im Vorhinein überdacht und im Anschluss schon bei der Erstellung an das definierte Keyword ausgerichtet werden.

Was sind Keywords?

Hier besteht häufig schon ein Denkfehler. Ein Keyword, kann ein einzelnes Wort sein, wie der Name schon erahnen lässt. Jedoch ist es sehr schwer bis unmöglich für ein kurzes oder sehr häufig genutztes Wort zu ranken. Diese Keywords werden short tail Keywords genannt.

Daher konzentriert man sich fast immer auf sogenannte long tail Keywords. Das bedeutet, dass sich eine gerne gesuchte Wortkombination ausgesucht wird. Beispielsweise satt das Keyword Schmuck zu nutzen, definiert man ein wesentlich genaueres Keyword. Bei dem Thema Schmuck könnte dies beispielsweise Goldschmuck Damen, oder Goldschmuck Damen 585 sein.

Die relevantesten Keywords finden

Da wohl bekannteste, der kostenlosen Keyword Tools, ist der Keyword-Planer von Google. Wer sollte auch besser wissen, wie häufig etwas gesucht wird. Des Weiteren schlägt es weitere passende Keywords vor. Das hilft die wichtigen Keywords zu finden.

Wir nutzen das Beispiel des Schmucks nun weiter. Und geben die oben genannten Keyword-Beispiele in die Keyword-Liste ein. Das Ergebnis sieht wie folgt aus.

Relevante Keywords finden

Wichtig sind nun die durchschnittlichen Suchanfragen pro Monat und der Wettbewerb. Desto genauer das Keyword, umso geringer auch die Suchanfragen und meistens auch der Wettbewerb. Sofern Werbung geschaltet werden soll, sind auch die Gebote wichtig. Diese lasse ich hier aber erstmal außen vor, da es um die Keyword-Recherche und nicht um Google Adwords, also Search Engine Advertising, geht.

Suchintention beachten und verstehen

Wir wissen nun wie wir Keywords einstufen, aber das Beispiel wer sehr einfach und passt vermutlich nicht auf Ihre Website. Also wie finden Sie Ihr passendes Keyword?
Hierfür müssen wir uns in den Nutzer hineindenken und die explizite Suchintention herausfiltern.

Ein einfaches Beispiel hierfür: Für das short tail Keyword Kinderwagen gut positioniert zu werden, ist schwer. Die meisten Nutzer haben aber eine genaue Suchintention. Sie wollen eventuell eine Empfehlung, welcher Kinderwagen für sie der Beste ist. Daher ist es bei Produkten auch so gut wie immer der Fall, dass es sehr viele Websites gibt, welche Produkt X mit dem Wort Test kombinieren.

In diesem Fall gehe ich jetzt mal davon aus, dass besonders leichte Kinderwagen angeboten werden. Daher nutze ich die Keyword-Teile Vergleich und Test, sowie Gewicht. Das Ergebnis sieht wie folgt aus.

Keywords vergleichen

Was sehen wir nun? Wie zu erwarten war, hat Kinderwagen ein sehr hohes Suchvolumen. Die Kombination mit Test ebenfalls. Das long tail Keyword Kinderwagen Vergleich Gewicht eignet sich also am besten, um eine Webseite schnell hoch einstufen zu lassen. Eine Landingpage, welche genau diese Fragen beantwortet könnte trotz des geringen Suchvolumens eine exzellente Conversion Rate haben.

Zu empfehlen sind Keywords mit einem Suchvolumen von 100 bis 1.000, oder 1.000 bis 10.000 Suchanfragen, bei denen der Wettbewerb mittel oder gering eingestuft ist. Diese Keywords sind bei vielen Bereichen jedoch schwer zu finden.

Keyword Kategorien der Suchintention

Das gerade gezeigte Vorgehen beschrieb eine Informationelle Suchanfrage. Also ich bin davon ausgegangen, dass der Nutzer eine Information sucht und über diese zu einer Kaufabsicht gelangt. Das ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit seine Keywords zu definieren. Man unterscheidet hier grundsätzlich zwischen 3 Kategorien

Navigationale Suchanfragen

Das sind Suchanfragen nach einer bestimmten Website. Man glaubt es kaum, aber eine der am häufigsten gesuchten navigationalenen Suchanfragen bei Google ist das Wort Google. Nutzer suchen also nach einer bestimmten Seite, welche sie bereits kennen, oder von der sie aussehen, dass sie sie kennen.

Wer Amazon eingibt, möchte auch auf die Website von Amazon. Hierfür geranked zu werden ist irrelevant. Dies betrifft auch unbekanntere Konkurrenz. Warum? Weil Sie dem Nutzer damit nicht sein gewünschtes Ergebnis liefern. Die Absprungrate wird bei solchen Langinpages sehr hoch sein.

Informationelle Suchanfragen

Bei informationellen Suchanfragen hat der Nutzer ein Problem, welches es zu lösen gilt. Das Ziel der meisten Websites ist zu einem Kauf anzuregen. Dieser Wunsch kann auch unterbewusst angeregt werden.

Wenn der Nutzer beispielsweise nach einem ausdrücklich leichten Weg sucht, seine Steuererklärung machen zu können und Sie dieses Produkt anbieten, muss es keine direkte Kaufseite sein. Es kann auch ein Artikel sein, welcher Tools vergleicht und Ihres in gutem Licht stehen lässt.

Tansaktionelle Suchanfragen

Transaktionelle Suchanfragen haben eine direkte Absicht. Das heißt, der Nutzer sucht beispielsweise nach Auto mieten. Er möchte nicht ein Ergebnis einer informationelle Suchanfragen, also das Anbieter verglichen werden, sondern direkt eine Vermietung finden.

Buyers Journey

Die Buyers Journey ist besonders bei Informationelle Suchanfragen ein wichtiges Thema. Sie befasst sich mit dem Bewusstsein, den damit entstehenden Überlegungen und der endgültigen Entscheidung.

Warum ist das wichtig? Wenn Sie eine Frage beantworten, aber die daraus entstehende Entscheidung sich nicht mit Ihren Produkten oder Leistungen deckt, kann der Artikel zwar durch die Decke gehen, Ihre Conversions werden jedoch nicht davon profitieren.

Phasen der Buyer’s-Journey

Die Phasen der Buyer’s-Journey, auch Customer-Journey genannt, lassen sich in 3 Phasen unterteilen.

Bewusstseinsphase

Das Bewusstsein für ein Produkt oder eine Leistung wird geweckt. Es ist der Ausgangspunkt für den Bedarf nach einem Produkt oder einer Dienstleistung. Zunächst wird sich informiert, also nach einer Problemlösung gesucht.

Überlegungsphase

Der Kunde kann das Problem genau benennen und ein Kauf wird in Erwägung gezogen. Er sucht nach einer konkreten Lösungsmöglichkeit.

Entscheidungsphase

Der Nutzer wird zum Kunden. Er entscheidet sich zwischen den verschiedenen Anbietern. Eine Conversion findet statt.

Beispiel einer Buyer’s-Journey

Ein ganz einfaches Beispiel einer Buyer’s-Journey. Sagen wir, es handelt sich um einen Malerbetrieb, welcher seine Leistungen anbieten möchte. Der potenzielle Käufer möchte sich informieren, welche Wandfarbe für sein Wohnzimmer geeignet ist.

Customer Journey Beispiel

Bewusstseinsphase: Der Malerbetrieb hat einen Artikel veröffentlicht, in dem er Wohnzimmer-Farben vergleicht. Der Artikel ist in den organischen Suchergebnissen hoch eingestuft. Er wird also häufig angezeigt, da er mit seinem Artikel eine Lösung für ein Problem bietet. Nutzer, welche sich über Wohnzimmer-Farben informieren möchten, landen häufig auf seiner Website.

Überlegungsphase: Im Artikel ist ein Abschnitt, welcher sich mit der Lösung einen professionellen Maler zu beauftragen beschäftigt. Der Nutzer wurde in der Überlegungsphase dazu bewegt einen Maler zu beauftragen.

Entscheidungsphase: An passenden Stellen befindet sich eine Call to Action (CTA) mit der der Nutzer einfach und schnell ein unverbindliches Angebot anfragen kann. Dies ist in seinem Webdesign Layout so vorgesehen. Der Nutzer entscheidet sich das Tool zu nutzen.

SEO-Optimierter Text und der Faktor Zeit

Das richtige Keyword zu finden ist ein Faktor. Es kann jedoch sehr lange dauern, bis dieser Inhalt hoch eingestuft wird. Entscheidend dafür ist die OffPage-Optimierung bzw. wie die Webseite allgemein ankommt. Wird sie beispielsweise von vielen Nutzern geteilt, steigt die Positionierung quasi automatisch. Haben Sie Geduld und optimieren Sie die Landingpage, wenn sie nicht das gewünschte Ergebnis liefert.

Rankings mit der Zeit beobachten

Sein Ranking immer wieder zu überprüfen um eventuelle Anpassungen vornehmen zu können ist extrem wichtig. Ein kostenloses Tool hierfür ist die Google Search Console. Sie zeigt an, bei welchen Keywords die Website gefunden wird und welche durchschnittliche Position dabei erreicht wurde. Mit einer guten Suchmaschinenoptimierung sollten sich die Platzierungen und Impressionen mit der Zeit nach oben bewegen.

Fazit

Das perfekte Keyword zu finden kann eine Hürde darstellen. Gerade bei Leistungen, welche von Haus aus ein geringes Suchvolumen haben. Es ist mehr als nur zu sagen, was man verkaufen möchte. Es sollte sich grundsätzlich in den Nutzer hineinversetzt werden und die optimale Lösung für eine Suchintention, in Verbindung mit einer definierten Customer Journey, kreiert werden.

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