Bilder für Homepage: kostenlos, kaufen, oder selber schießen

Webseiten bestehen aus Texten und Bildern. Gerade Bilder werden in ihrem Nutzen gerne unterschätzt. Sie hübschen Websites auf, aber sie sind auch eine relevante Trafficquelle. Ob Infografiken, oder Produktfotos, alles kann auch über die Bildersuche von Google und Co. gefunden werden.

Kostenlose Bilder für Homepage

Quellen für frei Bilder gibt es ohne Ende. Das Problem ist, dass diese Bilder wesentlich mehr genutzt werden, als die meisten Nutzer glauben. Sie tauchen überall im Netz auf. Dies kann man selber überprüfen, indem man ein Bild öffnet und über die Google Bildersuche nach dem Bild sucht. In der Bildersuche gibt es einen Button, um nach ähnlichen Bilder zu suchen.

Die besten Quellen für kostenfreie Bilder

  1. Unsplash hat eine große Datenbank an tollen Fotos. Der Bildnachweis muss für jegliche Projekte nicht angegeben werden. Um hochauflösende Bilder herunterladen zu können, muss ein Account erstellt werden.
  2. Pexels hat eine hohe Anzahl an Royalty Free Bildern. Des Weiteren werden lizenzfreie Videos angeboten.
  3. Pixabay ist ein deutsches Portal. Hochgeladene Bilder werden von der eigenen Community überprüft und freigegeben. Dadurch wird eine gewisse Qualität gewährleistet. Die Anzahl der Bilder ist jedoch nicht so hoch wie auf anderen Portalen.
  4. Freepik ist kostenlos nutzbar, jedoch muss ein Bildnachweis angegeben werden. Des Weiteren können nicht alle Grafiken heruntergeladen werden. Sogenannte Premium Ressourcen müssen mit einem monatlichen Abonnement bezahlt werden. Dafür bietet die Online-Plattform auch Vektorgrafiken, wie Infografiken und Photoshop-Dateien, wie Mockups an.
  5. Burst ist ein Portal des Shop-Baukastens-Anbieters Shopify. Die Bildauswahl ist für die noch junge Plattform sehr gut.

Lizenzen müssen beachtet werden

Bei kostenfreien Bildern muss man auf die gegebenen Lizenzen achten. Creative Commons, CC abgekürzt, ist eine beliebte Wahl zur Ausweisung von Rechten. Es gibt genau Richtlinien, was die unterschiedlichen Icons bedeuten.

Einzigartigkeit und Individualität von Stockbildern

Mit kostenfreien Bildern kann man sich nur schwer von der Konkurrenz abheben. Auch wenn diese Portale eine riesige Auswahl an Bilder haben, fehlt für die meisten Betriebe die Individualität.

Abmahnung bei kostenfreien Bildern

Ein weiteres Problem ist die Rechtssicherheit. Auf den einschlägigen Portalen kann meist jeder Nutzer jedes Bild hochladen. Ob dieses Bild nun wirklich von dieser Person stammt, kann ein Nutzer nur schwer nachvollziehen. Daher kann es vorkommen, dass Nutzer geklaute Bilder verwenden und rechtliche Konsequenzen zu spüren bekommen.

Bilder für Website kaufen

Kostenpflichtige Stockfoto-Anbieter bieten gegenüber den kostenfreien Portalen eine gewisse rechtliche Sicherheit. Die Bilder werden jedoch ebenfalls sehr häufig genutzt.

Die besten Stockfoto Portale

  1. iStock ist eine der günstigsten Quellen für Online Stock Fotos. Die Auswahl ist sehr hoch. Beliebte Bilder sind jedoch auf vielen Websites zu finden.
  2. Shutterstock ist einer der günstigsten Anbieter. Es besteht ebenfalls eine große Auswahl an Bilder zur Verfügung. Des Weiteren werden noch viele Weitere digitale Medien angeboten.
  3. Adobe Stock kaufte 2015 den Marktführer für Stockfotos, Fotolia. Seitdem wächst das Portal stetig.
  4. Getty images ist einer der teuersten Anbieter auf dem Markt. Die Bilder haben grundsätzlich eine sehr gute Qualität. Jedoch sind auch viele der dort angebotenen Bilder bei anderen Anbietern zu finden. Ein Vergleich lohnt sich daher.
  5. 123RF ist im deutschsprachigen Raum kaum vertreten. Die Auswahl unterscheidet sich nur geringfügig von den anderen bekannten Websites.

Für welche Unternehmen eignen sich Stockfotos?

Es kommt stark auf das Unternehmen an, ob sich Stockfotos eignen. Grundsätzlich wird man auf den Portalen zu nahezu jeder Situation, welche dargestellt wird, auch ein passendes Bild finden. Wenn jedoch Menschen gezeigt werden sollen eignen sich Stockfotos eher für große internationale Firmen.

Auch wenn es erstmal rassistisch klingt,  versuchen Stock-Fotografen grundsätzlich den Geschmack aller zu treffen. Daher sind auf Gruppenfotos meist alle Gegebenheiten abgedeckt. Eine blonde Frau, ein schwarzhaariger Mann und Menschen die aus Afrika, oder dem asiatischen Raum stammen könnten sind auf so gut wie jedem Stockfoto zu sehen.

Für große Konzerne ist dies kein Problem, ein kleines lokales Unternehmen wird sich mit diesen Bildern jedoch nicht identifizieren können. Stockfotos auf denen Menschen zu sehen sind, können daher sehr schwer zu finden sein.

Individuelle Bilder und Grafiken in Auftrag geben

Es ist die mit Abstand teuerste Methode, jedoch auch die mit dem größten Mehrwert. Bilder können individuell geplant werden und die Message wird optimal rübergebracht. Der einzige Nachteil ist der hohe Kostenfaktor.

Fotos selber machen

Für einen Konzern ein No-Go. Bei einem Start-up jedoch schon fast empfohlen? Fotos selber anzufertigen kann eine gute Alternative zu Stockfotos sein. Sofern das Budget professionelle Bilder nicht zulassen und der Fokus nicht auf Produktfotos liegt, stellt dies eine Möglichkeit dar.

Individuelle Infografiken mit Mehrwert

Infografiken haben in der Bildersuche einen sehr hohen Nutzen. Sie werden häufig gesucht und die eigene Website wird damit häufiger besucht. Sie sind daher eine läufige Methode des Online-Marketings und eine lohnende Investition. Es gibt auch hierfür kostenlose Tools, wie VENNGAGE, welche einfache Vorlagen anbieten.

CC by, wann muss ein Nachweis angegeben werden?

Wie bereits bei den kostenfreien Bildern beschrieben, weiß man nie genau wer ein Bild hochgeladen hat. Auch, wenn man für diese Grafik gezahlt hat. Bei kostenfreien Portalen muss der Nachweis teilweise angegeben werden. Dann sollte dies auch getan werden. Abmahnungen können in diesem Bereich schnell teuer werden.

Bei Stockfotos empfiehlt es sich ebenfalls die Bildquellen im Impressum, oder unter den Bildern anzugeben. Stockfoto Portale durchforsten stetig das Internet, um illegal genutzte Fotos aufzuspüren. Das kann möglichem Ärger vorbeugen, ist jedoch nicht zwingend nötig, sofern es nicht in der Lizenzvereinbarung steht.

In jedem Fall sollte eine Liste mit der Quelle eines jeden Bildes geführt werden, um auch noch Jahre später die Bildquelle nach einigen Jahren nachvollziehen zu können. Ich selbst führe dafür eine einfache Excel-Liste.

Fazit

Im Endeffekt ist es eine Budgetfrage was für Bilder verwendet werden. Egal ob kostenlose und lizenzfreie Bilder, kostenpflichtige Stockfotos oder individuelle Bilder. Mit allen Materialien kann ein Webauftritt gestaltet werden. Bei einem niedrigen Budget könnten auch selbst angefertigte Handybilder zum Einsatz kommen. Teilweise wäre dies besser als die Stockbilder, welche auf dem Markt sind.

Bei Infografiken, welche aktiv fürs Marketing eingesetzt werden, sollte jedoch Arbeit investiert werden. Diese sollten einen eindeutigen Mehrwert für den Nutzer bieten, um potenzielle Kunden auf die eigene Website zu locken.

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